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Karl Breitenthaler, Dipl.-Ing.

geb. 13.05.1879 in Linz
gest. 10.05.1950 in Linz
verheiratet, 1 Kind

NS-Politiker; lernte Hitler 1920 in Salzburg kennen
Laufbahn
 Volksschule, Bruck an der Leitha
 Bürgerschule, Bruck an der Leitha
ab 1890Realschule, Linz,
1897 Matura
ab 1897Technische Hochschule, Wien,
Farbenstudent und Burschenschafter, ab 1898 Mitglied der Sängerschaft Nibelungen; musste sein Studium dreimal unterbrechen, um als Zeichner, Hilfstechniker und Hofmeister zu arbeiten; 1903 Abschluss
 Mitglied, Deutsche Arbeiterpartei,
wurde nach dem Zusammenbruch der Monarchie in die "Deutsche nationalsozialistische Arbeiterpartei Österreichs" (DNSAP) umgebildet
 Angestellter, Landesbauamt, Linz,
anschließend kurzzeitige Arbeit in der Privatindustrie in Österreich und Deutschland
1905-1920Beamter, Niederösterreichische Landesverwaltung,
Ingenieur Adjunkt des Technischen Dienstes für den niederösterreichischen Landesausschuss in Wien, Beförderung zum Landesbaurat; 1920 krankheitshalber pensioniert
 Bauamtsleiter,
Waidhofen an der Thaya, Wien und Gmünd (zuständig für den gesamten Straßen- und Brückenbau des Waldviertels)
18.06.1919-1926Mitglied, Deutsche nationalsozialistische Arbeiterpartei Österreichs, Gmünd
1920-1937Zivilingenieur für Bauwesen,
zuerst in Gmünd, ab 1923 in Linz
24.02.1920-Okt. 1923Kreisleiter, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), Gmünd
 Beeideter Landmesser
 Mitglied, Ingenieurskammer für Oberösterreich
1923-Juni 1926Landesparteiobmann, DNSAP Oberösterreich
1929-1930Mitglied, NSDAP Ortsgruppe, Wels
05.05.1935Mitbegründer, Nationale Aktion
20.10.1937-1938Volkspolitischer Referent f. OÖ, Vaterländische Front,
Führer der Nationalen Gruppen
1938-Apr. 1940Beamter, Landeshauptmannschaft Oberdonau,
Leiter der Hauptabteilung II (Oberste Baudirektion des Landes), Kommissär für Arbeitsbeschaffung; wurde am 30. Juni 1945 aus dem Beamtenverhältnis entlassen
1938-27.04.1945Mitglied, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter Partei (NSDAP)
ab Apr. 1938Ehrenamtliches Mitglied, Sturmabteilung (SA) Gruppe Alpenland
1939-1942Ingenieur-Konsulent,
für das Bau- und Vermessungswesen
ab Apr. 1939Obersturmbannführer, Sturmabteilung (SA)
ab Dez. 1939Standartenführer, Sturmabteilung (SA)
Juni 1940-1945Gauhauptmann von Oberdonau,
hatte über ein Jahr lang die Agenden des Regierungspräsidenten und somit den Stellvertreterposten des Gauleiters und Reichsstatthalters für den staatlichen Bereich des Gaues Oberdonau inne
22.09.1941-1945Oberkurator, Landeshypothekenanstalt für Oberdonau
ab 1942Aufsichtsrat, Mühlkreisbahn
 Mitglied, Landesbauernrat Donauland
1944-27.04.1945Oberführer, Sturmabteilung (SA)

Funktionen in Staats- und Gemeindeorganen
Drittes Reich: Verwaltung
1922-1923Gemeinderat Gmünd, NSDAP
ab 12.03.1938Landesstatthalter, NSDAP,
damit für kurze Zeit Stellvertreter Eigrubers in der Landesregierung
1939-1945Mitglied des Reichstages, NSDAP

Legende
[NSDAP...Nationalsozialistische-Deutsche-Arbeiterpartei]

Tätig in folgenden Legislaturperioden
Gauleitung Oberdonau, 1938-1945

Ehrungen und Preise
Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP (1939)
Ehrensenator der Technischen Hochschule Linz-Wilhering (1943)
Alter Kämpfer
Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938
Kriegsverdienstkreuz II. Klasse

Literatur
Benz Wolfgang - Graml Hermann - Weiß Hermann (Hg.), Enzyklopädie des Nationalsozialismus (Stuttgart 1997)
Mayrhofer Fritz - Schuster Walter (Hg.), Dostal Thomas, Das "braune Netzwerk" in Linz. Die illegalen nationalsozialistischen Aktivitäten zwischen 193-1938, in: Nationalsozialismus in Linz 2 (Linz 2001) S. 21-136
Mayrhofer Fritz - Schuster Walter (Hg.), Fiereder Helmut, Behörden des Reichsstatthalters in Oberdonau, in: Nationalsozialismus in Linz 2 (Linz 2001) S. 137-196
Cerwenka Kurt, Die Fahne ist mehr als der Tod: Nationalsozialistische Erziehung und Schule in "Oberdonau" 1938-1945 (Grünbach 1996)
Lehr Rudolf, LandesChronik Oberösterreich. 3000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern (Wien 2004) S. 373 und 257
Lilla Joachim, Die Vertretung Österreichs im Großdeutschen Reichstag. Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs Bd. 48 (Wien 2000) S. 229-327
Slapnicka Harry, Oberösterreich als es "Oberdonau" hieß (1938-1945), in: Beiträge zur Zeitgeschichte Oberösterreichs 5 (Linz 1978)
Slapnicka Harry, Oberösterreich zwischen Bürgerkrieg und "Anschluß" 1927-1938 = Beiträge zur Zeitgeschichte Oberösterreichs 2 (Linz 1975) S. 368
Slapnicka Harry, 550 Stichworte zur oberösterreichischen Zeitgeschichte (Grünbach 2000)
Stockhorst, Fünftausend Köpfe (Bruchsal - Baden 1967)
Volz Hans, Daten der Geschichte der NSDAP (Berlin - Leipzig 1939)
Amtskalender für den Gau Oberdonau
Amtskalender für den Gau Oberdonau
Amtskalender für den Gau Oberdonau

Weiterführende Dokumente
Breitenthaler_Karl_DI.pdf

Weblinks
Wikipedia

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