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Fohramoos

Moorentwicklungskonzept

m21

Stark geschrumpfter und zerstückelter Latschenhochmoorrest mit relativ gut erhaltenem Bereich im SW. Dort noch typische, wenn auch sehr schmale Moorzonierung: Bunte Torfmoosgesellschaft mit Schlammseggen und Weißem Schnabelried in Schlenken bzw. Erosionsflächen, Latschenzone, Moorand-Rotföhren-Fichtenwald, Torfmoos-Fichtenwald. Der Latschenbestand zieht sich noch eine Parzelle Richtung NO weiter, bis er an eine junge Brache (ehemals gemäht, daher keine Latschen) mit verbuschender Bunter Torfmoosgesellschaft grenzt. Das ehemalige Moorzentrum ist heute von unzähligen zum Teil tiefen Gräben zerschnitten und wird streugemäht. Das frische Aushubmaterial liegt z. T. direkt neben den erneuerten Gräben. Aufgrund der Lage in einer Rückenverebnung lässt sich das Moor leicht entwässern. Die Degradation zu wechselfeuchten Pfeifengraswiesen nimmt mit der Entfernung vom Zentrum deutlich zu. Im NW sind 2 Moorparzellen (FT, FWR, FWA) bis auf einen kleinen Rest bereits erfolgreich entwässert. Im NO wurde die Mahd auf einer Parzelle (bei KRISAI & SCHMIDT 1983 noch an den Latschenbestand angrenzende Streuwiese) eingestellt - heute findet man dort ein Moorbirkenwäldchen mit zentraler Pfeifengrasbrache. Auch der FE Im NO war bei KRISAI & SCHMIDT (1983) noch Streuwiese. Am Westrand ist ein alter Torfstich. Die angrenzenden Bestände (FW und FT) waren zum Zeitpunkt der Erhebung bereits alle gemäht, Mistdüngung direkt an der Moorgrenze!
Wasserscheidenmoor: Der kleinere, fast völlig entwässerte NW-Teil des Fohramoos entwässert Richtung NO zum Grömerbach, das restliche Moor entwässert Richtung SW in den Riedlbach.
Würde man den intaktesten Hochmoorest im SW isoliert bewerten, könnte man diesen kleinen Bereich sogar mit 2 beurteilen. Das fragmentierte Gesamtmoor wird allerdings nur mit 3b bewertet.

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UrkundentypGruppierungLandesgesetzblatt- Nummer bzw.
Aktenzahl
BezeichnungDatei (Größe)
Plan-Nutzungstypen Fohramoos (77 KByte)
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Gemeinde-NameBezirk
OberwangVöcklabruck
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 MotivArtFotonachweiserstes Foto 
Foto DetailansichtBlick auf das Fohramoos westlich von Oberaschau, Gemeinde Oberwang.Schimpl Roswitha
Foto DetailansichtDegradierter Moorbirkenwald im FohramoosMoor-BirkeOö. Umweltanwaltschaft
Foto DetailansichtDegradiertes Hochmoor Fohramoos: hoher Anteil an Besenheide.coopNATURA - Büro für Ökologie und Naturschutz
Foto DetailansichtDrainagierter Zentralteil des Fohramoos mit EntwässerungsgrabenOö. Umweltanwaltschaft
Foto DetailansichtEntkusselte (Latsche) Bunte Torfmoosgesellschaft im Zentrum des FohramooresLatsche, Leg-FöhreOö. Umweltanwaltschaft
Foto DetailansichtIntakte Rest-Hochmoorfläche im SW vom FohramoosOö. Umweltanwaltschaft
Foto DetailansichtLatschenbestand im FohramoosLatsche, Leg-FöhreOö. Umweltanwaltschaft
Foto DetailansichtMaschinell ausgeräumter Graben samt Aushubmaterial im FohramoosOö. Umweltanwaltschaft
Foto DetailansichtNicht gemähte Bunte Torfmoosgesellschaft im Zentrum des FohramoosOö. Umweltanwaltschaft
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Autor Erscheinunsjahr Zitat Link 
Krisai,R. & R. Schmidt1983Die Moore Oberösterreichs. -Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Bd.6:298S, Linz.Link
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